Freitag, Dezember 23, 2011

In der Spitze des Chrysler Buildings



Manchmal macht es Sinn, auch mal neue Wege einzuschlagen, um einen Beitrag zusammenzustellen oder wie im vorliegenden Fall einen Nachtrag. Vor zwei Wochen habe ich hier einen Artikel veröffentlicht über verschwundene Attraktionen, die man knapp unterhalb der Spitze im New Yorker Chrysler Building finden konnte und über Menschen, die in der Gegenwart dort oben arbeiten.

Als Reaktion habe ich von Dirk Stechweh, einem seit mehreren Jahren aktiven Blogleser, Material erhalten, das während seines Aufenthalts in der Gebäudespitze entstanden ist. Erst wollte ich das wie gewohnt als Nachtrag oder Nachschlag an den ursprünglichen Beitrag hintendran pappen, dann habe ich mich aber entschieden, die Gelegenheit zu nutzen und mehr von Dirk zu erfahren, der zweifellos ein Insider ist, was die New Yorker Wolkenkratzer angeht. Also haben wir in den letzten Tagen ein Interview durchgeführt, dass Euch nun nochmal die Gelegenheit gibt, mit in die Spitze des Gebäudeklassikers hinaufzusteigen.

Inhaber des Copyrights der in diesem Beitrag veröffentlichten Photographien ist der Bremer Fotograf Jörg Machirus, der freundlicherweise sein Material für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat.

The inspiration for this "Under the crown of the Chrysler Building"-topic came from Michal Juroska, thanks for the great idea.

Wer nochmal den ursprünglichen Beitrag einsehen möchte, kann das hier tun:

Als letzten Stopper, bevor es dann endlich losgeht, möchte ich noch eine überarbeitete Version des Fotos oben zeigen, das quasi auch als Karte dient, denn die wichtigsten Schauplätze des nun folgenden Interviews sind dort zu Eurer Orientierung von Dirk eingezeichnet worden:


Schaedel: Hallo Dirk, der eine oder andere Leser wird Dich von dem befreundeten Blog NYC Total bereits kennen, bei dem Mike und Du die Beiträge schreiben. Du bist zuvor schon an einem größeren New York–bezogenen Projekt beteiligt gewesen, bei dem Du auch die Gelegenheit hattest, das Chrysler Building zu besuchen und dort zu Orten vorzudringen, die dem normalen Besucher nicht zugänglich sind. Um was für ein Projekt handelt es sich da genau?


Dirk: Hallo Schädel. Das von Dir erwähnte Projekt war mein Buch „New York Skyscrapers“ (Prestel Verlag, 2009), ein Text- und Bildband über die 80 bekanntesten und signifikantesten New Yorker Wolkenkratzer.

Die Idee entstand bei mir im Sommer 2001 nachdem ich zu diesem Zeitpunkt bereits viele Informationen über die New Yorker Hochhäuser gesammelt hatte und die ersten engeren Kontakte vor Ort geknüpft waren. Da ich keine Ablichtungen aus bestehenden Archiven verwenden wollte, musste ich für neue Aufnahmen erst einmal einen Fotografen gewinnen. Das gelang mir dann in doppelter Hinsicht mit dem Bremer Fotografen Jörg Machirus (Mac-Fotoservice) und Scott Murphy aus New York. Beide teilen mit mir die Affinität zu den Wolkenkratzern im „Big Apple“. Um sich von anderen Werken abzugrenzen, sollte ein wesentlicher Teil der Aufnahmen von Hochhausdächern abgelichtet werden. Hierdurch werden zum einen völlig neue Perspektiven aufgezeigt, zum anderen ist es in den engen Korridoren oft auch die einzige Möglichkeit, die Gebäude in Gänze zu zeigen.


Schaedel: Und welche Rolle spielte das Chrysler Building dabei?

Dirk: Ja, das Chrysler Building spielte für mich dabei natürlich eine besondere Rolle. Wie für die meisten Architekturkritiker auf der Welt, ist das Chrysler Building auch für mich die „Mutter aller Hochhäuser“. Seine extravagante Gebäudespitze drückt auf einzigartige Weise den Drang eines Gebäudes in die Höhe aus. Im August 2001 erhielt ich nach längeren Bemühungen von der damaligen Eigentümerin die Erlaubnis, bei meiner nächsten Reise nach New York im Frühjahr 2002 in die Spitze des Chrysler Buildings zu gelangen. Dieses sollte sozusagen der Auftakt für eine ganze Reihe späterer Hochhausbesichtigungen werden. Doch dann kam der 11. September 2001 und die folgerichtige und verständliche Absage. So dauerte es dann fast fünf weitere Jahre, bis es im April 2006 endlich soweit war. Zum damaligen Zeitpunkt hatten Jörg, Scott und ich bereits rund 20 andere Dächer von Wolkenkratzern begehen können, aber – das kann ich hier versichern – bei keinem anderen Gebäude hatte ich vorher und auch nachher so weiche Knie (lacht!!!). Für mich war das sozusagen eine Art Ritterschlag.


Schaedel: Wie muss man sich Euren Ausflug in das Chrysler Building vorstellen? Konntet Ihr Euch da frei bewegen oder wart Ihr unter ständiger Aufsicht? Wie viel Zeit stand Euch zur Verfügung?

Dirk: Der Kontakt kam über den Immobilienkonzern Tishman Speyer Properties zustande (viele Mails, Formulare etc.). Nachdem wir am 11. April 2006 morgens schon auf dem Dach vom Bloomberg Tower waren, trafen wir uns mittags in der Lobby des Chrysler Buildings mit Tom, dem Senior Vice President von Rubenstein Communications (verantwortlich für die Unternehmenskommunikation der Eigentümerin). Nach einem kurzen Plausch übergab er uns an seine Assistentin Yonit, die mit uns in die Spitze fuhr. Ein Zeitlimit gab es für die Besichtigung grundsätzlich nicht. Selbst wenn man im Vorfeld zum Beispiel 45 bis 60 Minuten vereinbart, vor Ort heißt es dann immer „take time as much as you need“. Im Chrysler Building waren es dann in etwa 90 Minuten. Neben der Assistentin war noch ein Angestellter des Gebäudes mit von der Partie, der uns aber weniger beaufsichtigte, sondern mehr als Servicekraft diente.


Schaedel: Was bekommt man zu sehen, wenn man die Lobby verlässt? Eine eher schlichte, altertümliche Ausstattung oder ist der Rest des Gebäudes luxuriös oder gar modern? Und die Aufzüge, sind die noch aus den 1930ern oder auf dem Stand der Gegenwart?

(Chrysler Building Aufzug außen - Chrysler Building elevators outside)

Dirk: Von der (wunderschönen) Lobby sind wir mit einem der 32 Aufzüge nach oben gefahren. Die Fahrstuhlkabinen im Chrysler Building sind mit ihren aufwendigen Intarsien und den edlen Furnierholzverschalungen ja fast schon legendär. Es sind immer noch die Originalkabinen von 1930, natürlich permanent gewartet. Zum Zeitpunkt ihres Einbaus waren sie mit ihrer Steiggeschwindigkeit von 300 Metern pro Minute die schnellsten Aufzüge der Welt. Und selbst heute zählen sie noch immer zu den schnellsten der Stadt.

(Chrysler Building Aufzug von innen - Chrysler Building elevator inside view)

Die Büroetagen oberhalb der Lobby, im Sockel und im darüber folgenden Schaft, bestehen bis zum 60. Stockwerk aus mehr oder weniger standardisierte Büroeinheiten, die sich auf einem modernen Stand befinden.


Schaedel: Wie weit bringen einen die Aufzüge nach oben? Kann man direkt aus der Lobby nach oben durchfahren oder muss man den Weg in mehreren Etappen zurücklegen?

Dirk: Wir konnten direkt bis zum 67. Stockwerk in eins durchfahren, erst dort sind wir einmal kurz umgestiegen, um dann noch einmal bis zum 72. Stockwerk zu fahren.


Schaedel: Als Ihr die oberen Stockwerke erreicht habt, hast Du da auch Orte kennengelernt, die in dem “Dentist in the Sky“-Beitrag beschrieben sind, wie die Räumlichkeiten des ehemaligen “Cloud Clubs“, das Architekturbüro, die Zahnarztpraxis oder die Immobilienfirma?

Dirk: Die Etagen vom einstigen „Cloud Club“ im 66. bis 68. Stock sind – trotz heftigen Widerstandes der Art Deco Society - nach Umbauarbeiten zu Beginn des 21. Jahrhunderts mittlerweile in Büroeinheiten umgewandelt worden (unter anderem befand sich dort auch ein Büro der deutschen „Eon“). Das 72. Stockwerk, in dem wir unseren ersten größeren Halt machten und das direkt über der Zahnarztpraxis liegt, entspricht in seiner Wirkung in etwa auch den Räumlichkeiten der Praxis. Die Grundfläche dürfte hier noch bei etwa 20 x 20 Metern liegen. Die Räumlichkeit selbst wird laut Auskunft unserer Begleiter allerdings nur für besondere Anlässe als Bankettsaal genutzt.


Schaedel: Die Fotos, die ich im Beitrag vorgestellt habe, erwecken den Eindruck, dass es da oben räumlich eher eng zugeht. Wie hast Du das erlebt? Ist dort viel Platz oder muss man für den besonderen Ort, an dem man sich befindet, räumliche Einbußen hinnehmen?

Dirk: Da das 72. Stockwerk nicht als Wohnung oder Office genutzt wird, gibt es dort auch keine Trennwände. Lediglich der Fahrstuhl- und Treppenhausschacht im Zentrum verhindert eine einheitliche Fläche. Geprägt wird der Raum hauptsächlich von den signifikanten dreieckigen Fenstern, durch die genügend Tageslicht eindringt. Interessant fand ich dabei, dass man die von schmalen Sprossen unterteilten kleinen Fenstereinheiten noch per Hand öffnen konnte. Das ist heutzutage bei modernen Hochhäusern nicht mehr üblich.



Schaedel: Wir normalen Touristen kennen als für Besucher zugängliche Hochhäuser mit Aussichtsplattformen nur das Empire State Building und das GE Building als Teil des Rockefeller Centers. Worin ähneln sich diese Gebäude und das Chrysler Building, worin unterscheiden sie sich?

Dirk: Alle drei Gebäude wurden recht zeitnah zwischen 1930 und 1933 fertig gestellt. Als das Chrysler Building im Sommer 1930 als höchstes Bauwerk der Welt eingeweiht wurde, befand sich der Art Deco als Stilrichtung im Hochhausbau gerade auf seinem Höhepunkt. Das ein Jahr später eröffnete Empire State Building fällt ebenfalls noch in diese Epoche, was man unter anderem auch an dessen rahmenden Edelstahlstreifen feststellen kann. Die außerordentliche Besonderheit des Chrysler Buildings liegt dabei in seiner edelstahlverkleideten Krone, die es wie eine in den Himmel startende Rakete wirken lässt. Obwohl das Empire State Building ein wirklich gut proportionierter, eleganter Wolkenkratzer ist, kann es mit der Eleganz des Chrysler Buildings nicht mithalten.

Das GE Building im Rockefeller Center wurde zwar nur zwei Jahre bzw. drei Jahre später erbaut, gehörte aber schon einer neuen Stilrichtung an, die man heute als Vorgänger der Moderne verstehen kann. Zu Beginn der 1930er Jahre rückten die Hochhäuser von den romantischen Formen des Art Deco ab und näherten sich einer gewissen Sachlichkeit, ohne dabei schon auf die steinverkleideten Fassaden zu verzichten. Das Konzept des Rockefeller Centers ist in seiner äußeren Gestaltung weitestgehend das Werk des Architekten Raymond Hood. Er hatte 1930 mit dem Daily News Building (nur wenige Meter östlich des Chrysler Buildings stehend) die eigentliche Geburtsstunde des Scheibenhochhauses eingeläutet. An Stelle der häufigen Rücksprünge und einer mit Ornamenten besetzten Krone, tritt beim GE Building nunmehr eine Scheibe aus Kalksteinverkleidungen, mit nur noch wenigen dezenten Abstufungen. Das wäre zusammengefasst und in Kürze der wesentliche Unterschied der drei Gebäude. Aus meiner Sicht sind sie jedoch allesamt in ihrer Ästhetik gelungen und zählen zu den Meilensteinen der Hochhausgeschichte.

Ach ja, und zu Deiner Eingangsbehauptung in dieser Frage hinsichtlich der Bekanntheit: Das Chrysler Building hat zwar tatsächlich nicht ganz den Bekanntheitsgrad des Empire State Buildings, das ja unbestritten das bekannteste Hochhaus der Welt ist, es wird aber von den New Yorkern mehr geliebt als jedes andere und ist auch in der Film- und Werbebranche häufiger berücksichtigt als sein großer Bruder.


Schaedel: Du hast uns noch ein paar weitere Fotos mitgebracht, vielen Dank dafür, dass Du uns diese zusätzlichen Einblicke unter das Dach des Chrysler Buildings ermöglichst. Fangen wir mal mit dem hier an, was genau ist hier zu sehen und wo befinden wir uns?

Dirk: Das ist eine Deckenmalerei in der 72. Etage. Wenn ich es richtig deute, soll sie in etwa die Perspektive aufzeigen die man hätte, wenn man von den Fenstern nach oben schaut.



Schaedel: Im 72. Stock habt Ihr ja auch Fotos von der direkten Umgebung und der Skyline gemacht. Auf diesem erkenne ich zum Beispiel das Empire State Building. Was habt ihr sonst noch so von dort abgelichtet?

Dirk: Neben Aufnahmen der Skyline haben wir auch einzelne Gebäude aufgenommen. Bei den vielen Besuchen der Hochhausdächer in den letzten Jahren haben wir die Erfahrung gemacht, dass die ideale Höhe ungefähr zwischen 150 und 200 Metern liegt. Im 72. Stockwerk des Chrysler Buildings waren wir schon rund 250 Meter hoch. Das führt dann bei Aufnahmen von Gebäuden in der direkten Umgebung zu Verzerrungen, die mitunter störend, aber eben manchmal auch künstlerisch sehr anspruchsvoll sind. So zum Beispiel der Blick auf das benachbarte Chanin Building.


Es zählt für mich zu den besten Fotos im Buch und ist – so glaube ich zumindest – das einzige, das von diesem Standort im Buch berücksichtigt wurde. Eine typische Skylineaufnahme ist dieses Foto, das wir in Richtung Norden geschossen haben.


Es zeigt die Bebauung entlang der Lexington Avenue mit dem Citigroup Center im Zentrum. Links davor erkennt man den schmalen Turm des General Electric Buildings und die beiden türkisfarbenen Kupfertürme des Waldorf-Astoria Hotels. Das letzte Bild ist in Richtung Westen aufgenommen und zeigt das MetLife Building (drei Jahre später haben wir dort auf dem Dach gestanden und die Spitze des Chrysler Buildings aufgenommen, das ja das Titelfoto dieses Berichtes ist).



Schaedel: Und dann seid Ihr weiter nach oben gegangen. Laut New York Times ist das 71. Stockwerk (die ehemalige Aussichtsplattform, die 1945 geschlossen wurde) das letzte kommerziell genutzte Stockwerk im Chrysler Building. Wie muss man sich den Aufstieg in das 76. Stockwerk vorstellen?

Dirk: Zunächst gingen wir über ein Treppenhaus in das 74. Geschoss. Ab dort begann dann das, was man wohl eher „Dachstubenatmosphäre“ nennt. Durch ein Gewirr von verputzten Stahlträgern gelangten wir über steil angebrachte Leitern in das 76. Stockwerk. Ich habe hier mal ein Bild von dem „Aufstieg“ mitgebracht.



Schaedel: Und wer ist der freundliche Herr, den wir dort sehen?

Dirk: Das ist Scott, der New Yorker Fotograf, von Jörg beim Klettern fotografiert. Ich denke das Bild gibt einen guten Eindruck darüber, wie es in der obersten Einheit der Spitze des Chrysler Buildings aussieht.

Schaedel: Was mir bei diesem Bild auffällt, ist, dass es im Gegensatz zu typischen Innenansichten von Dachböden oder Kirchtürmen recht hell ausfällt. Sind da oben noch so großzügige Fenster, die das Licht hereinlassen oder gab es andere Gründe?

Dirk: Es ist tatsächlich nur das Tageslicht, das durch die Fenster einfällt und den Raum erhellt. Also keine weiteren künstlichen Lichtquellen.



Schaedel: Man sieht auf diesem Bild ja auch so seltsame Streben verlaufen. Sind das verputzte Stahlrohre oder Stahlträger oder was sind das für Gebilde?

Dirk: Diese Aufnahme finde ich besonders schön. Es ist der Blick vom 76. Stockwerk direkt in die oberste Spitze. Die ganzen Stahlträger gehören zu dem 27 Tonnen schweren Vertex, der das Gebäude damals auf eine Höhe von 319 Metern schraubte und ihm so den Titel des höchsten Gebäudes der Welt einbrachte. Das ist eine wirklich spannende Geschichte gewesen, wie man mit gewieften Tricks dem sich gleichzeitig im Bau befindlichen Bank of Manhattan Building den Titel entriss. Hierzu habe ich auch schon einmal einen kurzen Beitrag im NYC Total-Blog geschrieben.

http://www.nyctotal.de/sightseeing/chrysler-building/

Die Stahlträger sind aus Brandschutzgründen mit einer Betonlegierung ummantelt, die einen höheren Schmelzpunkt hat. Besonders interessant finde ich, wie sich hier eine Pflanze ausbreiten konnte (rechts unten im Bild)



Schaedel: Dieses Bild erinnert schon eher an den Dachboden einer Kirche. Was kannst Du uns dazu erzählen?


Dirk: Hier hat Jörg durch das Fenster mit entsprechendem Gegenlicht fotografiert. Das lässt den Raum zwar dunkler wirken, als er war, es erlaubt aber schärfere Konturen. Aber er könnte das aus Sicht eines Fotografen natürlich alles viel besser erläutern (lacht).




Schaedel: Und wer ist der freundliche junge Herr, der sich hier vor dem Fenster hat ablichten lassen und den wir im 72. Stock schon am geöffneten Fenster haben stehen sehen?

Dirk: Der gar nicht mal so junge Herr bin ich. Ich sehe jetzt gerade, dass ich da noch meinen kleinen Camcorder in der Hand halte. Während Jörg und Scott fotografierten, habe ich alles in bewegten Bildern festgehalten. Das haben wir häufiger so gemacht. Bei der Gelegenheit werde ich auch wieder einmal daran erinnert, mir das Video von dort oben noch einmal anzusehen.



Schaedel: Und hier sieht man noch mehr Teilnehmer des Expeditionscorps.

Dirk: Das sind Jörg (der Fotograf) und Yonit, unsere Begleiterin von Rubenstein Communications.


Schaedel: Wenn ich mich richtig erinnere, bereitest Du gerade eine Neuauflage Deines Buches vor, für die Du wieder nach New York gehst und vor Ort fotografieren wirst. Wie ist die zeitliche Planung und wann ist mit einem Ergebnis zu rechnen?

Dirk: Ja, das ist richtig. Jörg und ich werden im kommenden April wieder für eine Woche rüberfliegen und zusammen mit Scott ein paar aktuelle Bilder für die geplante Zweitauflage machen. Ich stecke gerade in den Planungen, von welchen Gebäuden und aus welchen Perspektiven wir die Fotos machen könnten. Dann beginnt im Januar wieder die Kontaktaufnahme in New York. Gestern habe ich gerade Post von einem Freund von dort erhalten, der für einen der Hauptmieter des neuen One World Trade Centers (früher auch bekannt als: Freedom Tower) die Bauaufsicht macht. Mit ihm werden wir uns dann im April auf die Baustelle begeben. Bis dahin hat das One World Trade Center ja auch sein oberstes Stockwerk erreicht (die Spitze und die Verkleidung der oberen Etagen werden Ende 2012 abgeschlossen sein). Sicherlich wird die Begehung der Baustelle des World Trade Centers ein weiteres Highlight sein.

Mit dem Prestel Verlag ist es so angedacht, dass die Eröffnung des One und Four World Trade Centers Mitte 2013 ein guter Zeitpunkt für eine Zweitauflage wären. In diese würden aber auch noch andere neue Gebäude und neue Bilder hinzukommen, die wir bereits nach der Veröffentlichung 2009 gemacht haben.




Schaedel: Wenn jemand Interesse an Deinem Buch „New York Skyscrapers“ hat, gibt es eine Möglichkeit, dort aktuell drauf zurückzugreifen oder muss er erst die Neuauflage abwarten?

Dirk: Ich habe letzte Woche gerade mit dem Verlag telefoniert. Zurzeit sind von der Erstauflage noch rund 1.000 Exemplare vorhanden. Wird also langsam Zeit die Zweitauflage umzusetzen… Grundsätzlich ist das Buch online oder in jedem Buchhandel zu bestellen, im Großraum New York ist es zudem in den meisten Buchgeschäften oder Museumshops vorrätig.


Schaedel: Dirk, vielen Dank im Namen aller Blogleser, dass Du uns mit nach oben in das Chrysler Building genommen und an Deinen Erlebnissen hast teilnehmen lassen.

Dirk: Ich danke Dir. Hat mir wirklich viel Spaß gemacht Deinen Lesern davon berichten zu dürfen.


Wie ich eingangs erwähnt habe, ist Dirk Stichweh auch als Autor für den Blog NYC Total aktiv, wo er unter anderem regelmäßig über die Baufortschritte beim Neubau des World Trade Centers berichtet. Seinen aktuellsten Report kann man hier nachlesen:
http://www.nyctotal.de/allgemeine-neuigkeiten-aus-new-york/world-trade-center-site-7/

Wer nochmal in den ursprünglichen Beitrag über das Leben unter der Spitze des Chrysler Buildings rüberspringen möchte - hier ist der Pfad:
http://nygeschichte.blogspot.com/2011/12/dentist-in-sky.html

Kommentare:

  1. Awesome Photography!
    This is nice photography , its great blog.This is nice work man , so beautiful photography.....
    Stock Photo

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  2. 2 Experten im Gespräch: wundervoll und nun sind auch ganz viele meiner Fragen an Dirk beantwortet, ohne daß ich stellen musste! Dankeschön
    Brigitte

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  3. Danke für dieses sehr interessante Interview! Habe das Buch schon länger hier stehen, ist wirklich sehr klasse gemacht. Bloß das Singer Building kommt, wie ich finde, ein wenig zu kurz ;)

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